TŒLKE.
Konzert
05. November 2026 ab 20 Uhr
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Liedermacher
Spätestens seit Claudius Toelke mit seinem besten Freund im Alter von ca. 8 Jahren entdeckte, dass man den Kassettenspieler, auf dem die Beatles und Badesalz rauf und runter liefen, genau so gut auch anders herum nutzen konnte, um zumindest so etwas ähnliches wie Musik darauf zu bannen, konnte dieses Suchtmuster nie wieder durchbrochen werden.
Es folgte ein chaotischer Werdegang über Band-Wettbewerbe, Bravo-Bands, nicht nur musikalisch psychedelische Phasen, lange Tourzeiträume, Jazzkontrabass Studium, Kontaktstudium und was nicht noch, der nach wie vor anhält.
Heutzutage arbeitet und spielt er in vielerlei Konstellationen, an Theatern, als Musikproduzent oder Espressomaschinenmechaniker und hat das Glück, das Leben mit einer Frau und zwei Kindern teilen zu dürfen.
2014 erschien ein englischsprachiges Album in Trio Besetzung, 4 Jahre später eine EP nur noch als Duo und schlussendlich nun ein Soloalbum in deutscher Sprache.
Von allen lieben Mitmusikern aber hoffentlich nicht allen guten Geistern verlassen, tourt er jetzt eben Solo durch die deutschen Lande.
Immerhin hat er gerade zusammen mit der Künstlerin Judith Lena Bartels einen illustrierten Gedichtband mit dem Namen "Brennglas" entwickelt, sodass man zumindest davon ausgehen darf, dass keine ausgewachsene Soziopathie vorliegt.Das gleichnamige Album „Brennglas“ wurde am 28.08. offiziell bei Fuego veröffentlicht.
Zu dem Gedichtband ein paar Gedanken von Felix Meyer:
Bevor ich die Stücke mit Musik gehört habe, hab ich die Texte von Claudius Tölkes Liedern aus dem Band „BRENNGLAS“ gesogen und immer wieder schienen darin Worte oder Sätze durch, die man von irgendwoher zu kennen meint. Von einem zufällig belauschten Gespräch, den großen Dichterinnen und Dichtern der Jahrhunderte vor uns, aus der Zeitung, dem vorbeiziehenden Demonstrationszug oder einem flüchtigen Gedanken, den man nicht festhalten konnte. Rastlos, suchend, zerbrechlich, empört, verletzt und dennoch voll trotzigem Mut.
Bevor sich diese Worte in uns verhaken können und wir uns in Ihnen, reißen Sie uns mit und wir sie. In eine feingliedrigere Welt. So, wie sie eigentlich sein könnte. Wie auch immer das sein mag. So, wie wir sie schonmal erlebt haben. Wann auch immer das gewesen sein mag. Und so, wie sie nicht mehr ist.
Warum auch immer das passieren konnte. Oder die Worte reißen uns in Abgründe, die da draußen mit jedem Tag offensichtlicher werden. Moral und Doppelmoral. Die leeren Versprechungen einer modernen Gesellschaft, der wir, die nach der großen Katastrophe Geborenen, wie zufällig dabei zusehen durften, einen mutigen Schritt nach vorne zu machen. Nur, um ihr jetzt dabei zusehen zu müssen, wie sie drei Schritte zurück geht. Während wir uns an Soldatenstiefel klammern, die bereit sind, diese Welt auf direktem Weg ins Mittelalter zurück zu bomben, weil sie vom unverschämten Reichtum bisher nie etwas abbekommen haben, singt hier noch einer aus den Trümmern unserer schönsten Illusionen das Hohelied all dessen, was möglich gewesen wäre, wenn es nicht immer wieder die unbändige Gier wäre, die uns regiert.
Die Drucke von Judith Lena Bartels, die in dem Buch enthalten sind, spielen mit ähnlichen Gedanken, illustrieren aber ganz andere und weiterführende Geschichten.
Was für ein Paket.
Kostproben:
O LIVE KONZERT : : : EINTRITT FREI : : : Hut geht rum : : : Keine Reservierungen




